Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet mit Einbau im Median 34.898 €. Das zeigen 160 echte Angebote, die die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zwischen September 2025 und April 2026 ausgewertet hat.
Bei einem Antrag 2026 für ein bestehendes Haus übernimmt die Förderung davon je nach Haushalt 8.400 bis 22.400 €. Wie viel es bei Ihnen ist, rechnen Sie im Förderrechner weiter unten aus.
Was kostet eine Wärmepumpe mit Einbau 2026?
Eine Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus mit Installation meist 20.000 bis 50.000 €. Diese Spanne nennt der ADAC mit Stand Sommer 2026.
Den größten Preisunterschied macht die Wärmequelle. Luft-Wasser-Geräte holen die Wärme aus der Außenluft. Erdwärme braucht eine Bohrung oder einen Kollektor im Garten, Grundwasser einen Brunnen.
Für Installation und Zubehör setzt der ADAC bei allen Typen 7.000 bis 15.000 € an. Die Tabelle zeigt den Gerätepreis und die Summe je Typ:
| Typ | Gerät | Summe |
|---|---|---|
| Luft-Wasser | 8.000 bis 16.000 € |
15.000 bis 31.000 € |
| Erdwärme mit Sonde | 10.000 bis 18.000 € |
25.000 bis 49.000 € |
| Erdwärme mit Kollektor | 10.000 bis 18.000 € |
20.000 bis 43.000 € |
| Grundwasser | 10.000 bis 20.000 € |
ab 17.000 € plus Brunnen |
In der Summe steckt die Wärmequelle: Eine Erdsonde kostet 8.000 bis 16.000 €, ein Flächenkollektor 3.000 bis 10.000 €. Für den Brunnen einer Grundwasser-Wärmepumpe haben wir keine unabhängige Preisangabe gefunden.
Echte Angebote liegen über diesen Richtwerten. Die Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nennt für Luft-Wasser-Wärmepumpen einen Mittelwert von 36.397 €.
Das günstigste der 160 Angebote kostete 21.099 €, das teuerste 54.168 €. Am häufigsten boten die Betriebe Geräte mit 10 bis 12 kW Heizleistung an. Das Preisniveau stagniert laut Verbraucherzentrale gegenüber dem Vorjahr.
Die Richtwerte enthalten keine Zusatzarbeiten im Altbau. Heizkörpertausch, Leitungen und Elektrik setzt der ADAC zusätzlich mit 5.000 bis 20.000 € an.
Wie die Geräte arbeiten und wann welcher Typ passt, erklären die Ratgeber zur Luft-Wasser-Wärmepumpe und zur Sole-Wasser-Wärmepumpe.
Welche Posten treiben den Angebotspreis?
Die Montage ist der größte Einzelposten nach dem Gerät. Sie kostet in den Angeboten der Verbraucherzentrale im Median 6.650 €.
Dazu kommen Posten, die je nach Haus anfallen. Die Grafik zeigt ihre Medianwerte aus derselben Auswertung:
Ausgerechnet der teuerste Zusatzposten fehlt oft. Diese Lücken fand die Verbraucherzentrale in den 160 Angeboten:
- Nur 31 % der Angebote berücksichtigen den Umbau des Zählerschranks ausdrücklich
- 90 % der Angebote machen keine Angabe zum Zählerkonzept
- Den Tausch von Heizkörpern enthalten 23 % der Angebote
- Ein Heizkörpertausch kostete 2025 im Median 642 € pro Stück
- Den hydraulischen Abgleich enthalten 86 % der Angebote
Fehlt der Zählerschrank im Angebot, drohen laut Verbraucherzentrale Zusatzkosten von mehreren tausend Euro. Der hydraulische Abgleich ist Pflicht für die Förderung.
Angebote von Wärmepumpen-Fachbetrieben aus Ihrer Region vergleichenWie viel Förderung bekommen Sie für die Wärmepumpe?
Die Förderung für den Heizungstausch beträgt 30 bis 80 % der förderfähigen Kosten. Sie läuft über die KfW, Programm 458, und setzt sich aus drei Bausteinen zusammen:
- Grundförderung: 30 % für alle Antragsteller, auch Vermieter
- Klimageschwindigkeitsbonus: 16 % bei einem Antrag bis 31.01.2027. Ihn gibt es beim Tausch einer funktionierenden Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- oder Nachtspeicherheizung, egal wie alt, oder einer Gas- oder Biomasseheizung, die mindestens 20 Jahre läuft. Die alte Heizung muss fachgerecht ausgebaut und entsorgt werden, danach darf keine fossile oder mit Gas betriebene Heizung mehr die Wohnung versorgen
- Einkommensbonus: 40 % bis 30.000 €, 30 % bis 40.000 €, 10 % bis 50.000 € zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen. Ist mindestens ein Kind unter 18 im Haushalt gemeldet, steigt jede Grenze um 10.000 €
Beide Boni gelten nur für Eigentümer, die selbst im Haus wohnen, und nur für die selbst bewohnte Wohnung. Die Summe ist auf 70 % gedeckelt. Bis 30.000 € Einkommen (mit Kind 40.000 €) liegt der Deckel bei 80 %.
Gefördert werden bei Anträgen bis 31.01.2027 höchstens 28.000 € der Kosten für die erste Wohnung. Bei einem Angebot von 34.898 € bekommen Sie auf 6.898 € keinen Zuschuss.
Förderrechner: Ihr Zuschuss und Ihr Eigenanteil
Der Rechner nutzt die Sätze für Anträge 2026. Er gilt für ein Einfamilienhaus mit einer Wohnung. Für Anträge ab Januar 2027 nennt die Richtlinie noch keinen genauen Tag, ab dem die neuen Sätze gelten.
Quelle: Richtlinie BEG EM vom 17.08.2026 (in Kraft seit 21.07.2026), KfW-Merkblatt 458 (Stand 09/2026). Ohne Gewähr, die KfW prüft jeden Antrag einzeln.
Typische Fälle bei einem Angebot von 34.898 €
Die Tabelle rechnet fünf Fälle mit dem Median-Angebot für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und einem Antrag 2026:
| Fall | Satz | Zuschuss | Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| Vermietet, oder selbst bewohnt mit Gas unter 20 Jahren, Einkommen über 50.000 € (mit Kind über 60.000 €) | 30 % | 8.400 € | 26.498 € |
| Selbst bewohnt, Öl (jedes Alter) oder Gas ab 20 Jahren, Einkommen über 50.000 € (mit Kind über 60.000 €) | 46 % | 12.880 € | 22.018 € |
| Wie oben, Einkommen 40.001 bis 50.000 €, ohne Kind | 56 % | 15.680 € | 19.218 € |
| Wie oben, Einkommen 30.001 bis 40.000 €, ohne Kind | 70 % | 19.600 € | 15.298 € |
| Wie oben, Einkommen bis 30.000 € (mit Kind bis 40.000 €) | 80 % | 22.400 € | 12.498 € |
Was sich 2027 ändert
- Ab 01.02.2027 sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus von 16 auf 12 %
- Ab 01.02.2027 sinkt die Grenze der förderfähigen Kosten von 28.000 auf 27.250 €, danach alle sechs Monate um weitere 750 €
- Laut Richtlinie sinkt die Grundförderung ab dem ersten Quartal 2027 auf 15 %, einen genauen Tag nennt sie nicht
- Stammt die Wärmepumpe aus der EU, kommen ab dann 15 % dazu
- Ab dann gibt es keinen Zuschuss mehr, wenn das Haus schon mit einer Wärmepumpe, Biomasse- oder Solarthermieanlage, Brennstoffzelle oder einer anderen Heiztechnik aus der Förderliste heizt, die seit dem 01.01.2008 in Betrieb ging, oder an ein Wärmenetz angeschlossen ist. Ein normaler Öl- oder Gaskessel zählt nach dem Wortlaut nicht dazu
So stellen Sie den Antrag richtig
Lassen Sie zuerst vom Fachbetrieb oder einem Energieeffizienz-Experten die Bestätigung zum Antrag (BzA) erstellen. Schließen Sie dann den Vertrag mit dem Fachbetrieb, und zwar mit einer Förderklausel. Die Klausel macht den Vertrag von der Zusage der KfW abhängig. Danach stellen Sie den Antrag im Portal „Meine KfW" und laden BzA und Vertrag hoch.
Ein Vertrag ohne diese Klausel gilt als Vorhabenbeginn, und die Förderung entfällt. Nach dem Antrag dürfen Sie schon vor der Zusage beginnen, dann aber auf eigenes Risiko. Die Wärmepumpe muss zudem so ausgelegt sein, dass sie rechnerisch eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0 erreicht. Alle Schritte stehen im Ratgeber BEG-Förderung für Wärmepumpen.
Was kostet der Betrieb einer Wärmepumpe pro Jahr?
Ein Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Wärmebedarf zahlt mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe rund 1.552 € Strom im Jahr. Die Rechnung dahinter lautet: Wärmebedarf geteilt durch die Jahresarbeitszahl (JAZ) ergibt den Stromverbrauch.
Fraunhofer ISE hat 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden vier Jahre lang gemessen. Luft-Wasser-Geräte erreichten im Schnitt eine JAZ von 3,4, Erdwärmepumpen 4,3.
Die Tabelle rechnet drei Häuser mit einem Wärmepumpentarif von 24 ct/kWh plus 140 € Grundpreis:
| Wärmebedarf pro Jahr | Luft-Wasser (JAZ 3,4) | Sole-Wasser (JAZ 4,3) |
|---|---|---|
| 12.000 kWh | 3.529 kWh Strom, 987 € | 2.791 kWh Strom, 810 € |
| 20.000 kWh | 5.882 kWh Strom, 1.552 € | 4.651 kWh Strom, 1.256 € |
| 28.000 kWh | 8.235 kWh Strom, 2.116 € | 6.512 kWh Strom, 1.703 € |
Zum Vergleich: Der BDEW rechnet sein Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Gas im Jahr. Eigene Berechnung dezentralo, JAZ nach Fraunhofer ISE (2025), Tarif nach Verbraucherzentrale NRW (2026).
Der Stromtarif bewegt die Jahreskosten um mehrere hundert Euro. Für neue Wärmepumpen mit eigenem Zähler verlangen 23 befragte Anbieter im Schnitt 24 ct/kWh plus 140 € Grundpreis. Das ergab ein Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW vom Februar 2026.
Ohne eigenen Zähler kostet derselbe Strom im Schnitt 31,5 ct/kWh plus 200 € Grundpreis, abzüglich 145 € Entlastung. Für das Beispielhaus mit 20.000 kWh sind das 1.908 € statt 1.552 €. Zum Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh (BDEW, 2026) wären es 2.176 €.
Vergleichsportale zeigen oft niedrigere Preise um 20,7 ct/kWh. Laut Verbraucherzentrale NRW gelten diese Tarife aber überwiegend für Wärmepumpen, die vor 2024 in Betrieb gingen.
Die niedrigeren Preise für neue Anlagen hängen an § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes. Wärmepumpen gelten dort als steuerbare Verbrauchseinrichtung, und ihr Netzentgelt sinkt in einem von drei Modulen:
- Modul 1: Pauschale von 108 bis 196 € im Jahr, ohne zweiten Zähler
- Modul 2: 60 % Rabatt auf das Netzentgelt im Arbeitspreis, mit eigenem Zähler; lohnt sich laut Finanztip ab etwa 4.500 kWh Verbrauch
- Modul 3: zeitvariables Netzentgelt zusätzlich zu Modul 1, im Niedrigtarif rund 5 ct/kWh weniger
Für ein Netzgebiet hat Finanztip mit Modul 2 eine Ersparnis von 306 € bei 5.000 kWh berechnet. Wie viel Strom Ihr Haus braucht, zeigt der Ratgeber Wärmepumpe Stromverbrauch berechnen.
Die Wartung kostet laut Verbraucherzentrale 150 bis 300 € im Jahr, plus Arbeits- und Fahrtzeit. In den Angeboten aus Rheinland-Pfalz lag eine Wartung im Median bei 360 €.
Ist eine Wärmepumpe günstiger als eine Gasheizung?
Eine Wärmepumpe heizt ein Einfamilienhaus mit 130 m² im Jahr 2026 voraussichtlich für 1.300 €. Eine Gasheizung kostet im selben Haus 1.930 €. Das prognostiziert der Heizspiegel von co2online vom September 2026.
Der Abstand beträgt 2026 rund 630 € im Jahr, 2025 waren es 780 €. Gas kostet Haushalte im Einfamilienhaus 2026 bisher im Schnitt 11,93 ct/kWh (BDEW, August 2026). Neukunden zahlten am 22.10.2026 rund 13 ct/kWh (Verivox).
Drei Regeln bestimmen den Gaspreis der nächsten Jahre mit:
- Der CO₂-Preis liegt 2026 und 2027 bei 55 bis 65 € pro Tonne, so hat es der Bundestag am 15.10.2026 beschlossen
- Ab 2028 gilt der EU-Emissionshandel für Gebäude (ETS2) mit freier Preisbildung
- Neue Gas- und Ölheizungen müssen nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz ab 2029 einen Anteil Bio-Brennstoff nutzen: 10 % ab 2029, 15 % ab 2030, 30 % ab 2035, 60 % ab 2040
Das Gebäudemodernisierungsgesetz gilt seit dem 29.07.2026. Die frühere Pflicht zu 65 % erneuerbarer Wärme ist damit entfallen.
Über 20 Jahre gerechnet liegt die Wärmepumpe in den meisten Szenarien vorn. Finanztip hat vier Beispielhäuser durchgerechnet: In drei von vier Fällen sparte die Wärmepumpe über 15.000 €. Im Gegenbeispiel mit nur 30 % Förderung war sie knapp 1.000 € teurer. Die Förderannahmen dieser Rechnung stammen von August 2025 und sind überholt.
Eine Kurzstudie von Fraunhofer ISE vom Juni 2026 kommt im günstigsten Fall auf rund 60 % höhere Kosten für die Gasheizung im Einfamilienhaus. Auftraggeber war der Energieversorger MVV, gerechnet wurde Gas mit Bio-Anteil. Eine pauschale Amortisationszeit nennen wir nicht. Sie hängt vom Preis der Gasheizung ab, die Sie sonst einbauen würden.
Woran erkennen Sie ein vollständiges Wärmepumpen-Angebot?
Ein vollständiges Angebot weist jeden Posten mit eigenem Preis aus. Prüfen Sie diese Punkte, bevor Sie Angebote vergleichen:
- Gerät: Hersteller, Modell und Heizleistung in kW stehen im Angebot.
- Jahresarbeitszahl: Der Betrieb rechnet die JAZ nach VDI 4650 vor, mindestens 3,0 für die Förderung.
- Hydraulischer Abgleich: Er steht als eigene Position im Angebot.
- Elektrik und Zählerschrank: Das Angebot sagt, ob der Zählerschrank umgebaut werden muss.
- Zählerkonzept: Das Angebot nennt Modul 1 oder Modul 2 nach § 14a.
- Fundament und Warmwasser: Beide Posten sind enthalten oder ausdrücklich ausgeschlossen.
- Förderklausel: Der Vertrag gilt erst mit der Zusage der KfW.
Teilen Sie den Gesamtpreis durch die Heizleistung, um Angebote verschiedener Größe zu vergleichen. In Rheinland-Pfalz kostete ein Kilowatt Luft-Wasser-Wärmepumpe im Median 4.098 €.
Wie finden Sie einen Wärmepumpen-Fachbetrieb in Ihrer Region?
Holen Sie mindestens drei Angebote ein und legen Sie sie nach der Liste oben nebeneinander. Erst dann sehen Sie, ob ein niedriger Preis echt ist oder nur Posten weglässt.
Im dezentralo-Verzeichnis finden Sie Fachbetriebe für Wärmepumpen in Ihrer Nähe, mit Kundenbewertungen.
Wärmepumpen-Fachbetriebe in Ihrer Nähe findenHäufig gestellte Fragen
Bei 20.000 kWh Wärmebedarf kostet der Strom für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe rund 129 € im Monat. Gerechnet ist mit einer JAZ von 3,4 und einem Wärmepumpentarif von 24 ct/kWh plus 140 € Grundpreis. Die Wartung kommt mit 150 bis 300 € im Jahr dazu.
Eine Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus meist 20.000 bis 50.000 € mit Installation (ADAC, Sommer 2026). Echte Angebote für Luft-Wasser-Wärmepumpen lagen in Rheinland-Pfalz im Median bei 34.898 €.
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe, weil keine Bohrung und kein Brunnen nötig sind. Erdwärmepumpen kosten mehr, erreichen im Bestand aber eine JAZ von 4,3 statt 3,4 und brauchen dadurch weniger Strom.
Nicht über die Heizungsförderung der KfW (Programm 458). Sie gilt nur für bestehende Wohngebäude, deren Bauantrag mindestens fünf Jahre zurückliegt.
Bei einem Antrag bis zum 31.01.2027 beträgt der Klimageschwindigkeitsbonus 16 %, danach 12 %. Laut Richtlinie sinkt im ersten Quartal 2027 außerdem die Grundförderung auf 15 %, mit 15 % Zusatz für Wärmepumpen aus der EU, einen genauen Tag nennt sie nicht. Heizt Ihr Haus schon mit einer Technik aus der Förderliste wie einer Wärmepumpe, die seit 2008 läuft, gibt es ab dann keinen Zuschuss mehr für den Tausch.
Die Richtlinie VDI 2067 setzt rechnerisch rund 20 Jahre an. Das ist ein Kalkulationswert für Wirtschaftlichkeitsrechnungen, kein Ablaufdatum.